Marienwallfahrt Heilbrunn

Gnadenbrunnen

Der Marienwallfahrtsort Heilbrunn, etwa 2 Kilometer nord-östlich von Wiesenfelden gelegen, ist ein sehenswertes Kleinod tiefer Frömmigkeit und Glaubens an die Muttergottes. Bereits seit dem 17. Jahrhundert pilgern Gläubige an diese Stätte um Maria in vielen Anliegen und Nöten um ihre Hilfe und Fürsprache zu bitten. Viele waschen sich mit dem Heilwasser kranke Körperteile und hoffen so auf Heilung. Das Bild rechts zeigt den Heilbrunnen, das sogenannte Brünndl, von dem auch der landläufige Ortsname "Brünndl" abgeleietet ist.
 
Die vielen Votivtafeln in der Gnadenkapelle, übrigens auch sehr viele aus unserer heutigen Zeit, zeugen von den Hilfewährungen in verschiedenen Notsituationen.
as Deckengemälde in der Wallfahrtskirche zeigt in eindrucksvoller Weise die wunderbare Heilung des gichtkranken Mannes. Dies war der Grundstein für die Marienwallfahrt in Heilbrunn.
 

 

 

WallfahrtskircheUnd so ist die Marienwallfahrt in alten Büchern niedergeschrieben:

Während des Dreißigjährigen Krieges vergrub ein Mann Namens Adam Kurz ein Marienbild, um es vor den Schweden in Sicherheit zu bringen. Als die Schwedengefahr vorüber war, sollte das Bild wieder ausgegraben und an seinen alten Platz in der Kapelle verbracht werden. Eben derselbe Mann der das Bild vergraben hatte, sollte es auch wieder ausgraben. Er war aber inzwischen so schwer an der Gicht erkrankt, dass er nur im Haus und nit waiter von der Stehl an zwaien Krucken gehen konnte. Gott aber gab ihm den Antrieb, das Muttergottesbild nicht länger in der Verborgenheit, zu lassen. In einem Traumgesicht offenbarte ihm der Herr, dass dort, wo er das Bild ausgraben werde, ein Quell hervorkommen werde, mit dessen Wasser er sich waschen und wieder zur Gesundheit kommen soll. Weil der Mann aber wegen seiner Schwachheit die Grueben zu graben nit vermügt hat, also hat derselbe sein Eheweib ersucht, sie soll alldahin gehen und jenige Grueben, welche im Schlaf erschienen, aufschlagen und sodann nach Erfundt ihm der gleichen Wasser zu Handt bringen. Nachdem sie nun solchem nachkommen, die Grueben erüffnet und in amem Krueg Wasser nach Haus getragen und solches zu dem Feuer, warm zu machen, gesützt, damit die erlambten Glitter bey acht Tag lang gewaschen, hat er gleich solche Laichterung empfundten, dass derselbe in vermelten Orth mit zway Krücken gehen konnte, allda am wenig Zeit zu morgen sich selbsten gewaschen, ist es von ,Tag zu Tag dergestalt büsser worden, dass er lützlich die Krücken sambt zway hilzernen Fiess an einer Irl Staudten alldorten aufhenken konnte. Hierauf er also dann mit Kradten Glittern, gleich wie vor unverletzt, seinen Weg und Steg gehen künnen. Sodann hat gedachter Kurz zur schuldtigen Danksagung der wunderbahrlichen Mutter Maria die angelegten Grueben erwaitert und in am Küstl formiert, wobei es geschehen, dass ein Fluß von großem Wasserfall oder Prunnguelladern herzugeflossen; diesen alsdann mit groben Pruchsteinen versützt, damit umb soviel mehr das Wasser kam und sauber verbleiben müg.